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Montagepartner werden: Ablauf und Voraussetzungen

Wir liefern PV-Material nach Österreich, Deutschland und in weitere Länder. Wer bei uns eine Anlage kauft, braucht oft auch jemanden, der sie aufs Dach bringt. Dafür bauen wir ein Netzwerk aus Montagepartnern im DACH-Raum auf: selbstständige Monteure und Montagebetriebe, die in ihrer Region für unsere Kunden montieren. Dieser Artikel beschreibt, was wir von Ihnen brauchen, wie der Weg zum ersten Auftrag aussieht und was Sie auf jeder Baustelle von uns bekommen. Die Kurzfassung mit Mail-Knopf steht auf der Seite Montagepartner werden.

Wen wir als Montagepartner suchen

Gesucht sind Betriebe und Einzelunternehmer, die PV-Dachmontagen kennen oder aus einem verwandten Handwerk kommen. Das sind vor allem Dachdecker, Spengler beziehungsweise Klempner, Zimmerer und Elektriker. Ein Team aus zwei oder mehr Personen ist von Vorteil, aber keine Bedingung. Wichtiger ist, dass Sie Termine halten und beim Kunden sauber arbeiten. Der Kunde sieht am Ende nicht unseren Shop, sondern Sie auf seinem Dach.

Die Aufträge sind auftragsbezogen, keine Anstellung. Wer lieber fest angestellt montieren möchte, findet die Stelle „Monteur für Photovoltaikanlagen“ unter Karriere bei Voltaik.

Die vier Angaben

Für eine Anfrage brauchen wir vier Dinge. Mehr nicht, aber auch nicht weniger, denn ohne eine dieser Angaben können wir Sie keinem Auftrag zuordnen.

1. Gewerbeberechtigung

Eine Kopie der Urkunde oder der Gewerbeanmeldung. Ein Foto oder ein PDF genügt. Daran sehen wir, welche Arbeiten Sie gewerblich ausführen dürfen. Das ist mehr als eine Formalie: Wer nur Unterkonstruktion und Module montiert, braucht eine andere Berechtigung als jemand, der den Wechselrichter anschließt.

2. Kontakt

Firma, Ansprechpartner, Telefon und E-Mail. Am Telefon klären wir Termine, per Mail schicken wir die Unterlagen.

3. Einsatzgebiet

Ihr Standort mit Postleitzahl und wie weit Sie fahren. Das kann ein Radius in Kilometern sein oder eine Liste der Bundesländer und Regionen, in denen Sie montieren. Diese Angabe entscheidet, welche Aufträge wir Ihnen überhaupt anbieten. Ein Betrieb, der 50 Kilometer um seinen Standort fährt, bekommt andere Baustellen als einer, der ein ganzes Bundesland abdeckt.

4. Aufgaben und Dacharten

Was Sie übernehmen. Zur Auswahl stehen Unterkonstruktion, Module, DC-Verkabelung bis zum Wechselrichter, AC-Anschluss und Zählerschrank, Speicher, Wallbox, Inbetriebnahme und Netzanmeldung. Dazu die Dacharten, auf denen Sie arbeiten: Ziegel, Blech, Eternit oder Flachdach. Kreuzen Sie nur an, was Sie selbst ausführen. Ein ehrliches „nur Dach“ ist uns lieber als eine lange Liste, die auf der Baustelle nicht hält.

Schicken Sie die vier Angaben an jobs@voltaik.shop mit dem Betreff „Monteurnetzwerk“. Gern legen Sie zwei, drei Fotos bisheriger Montagen bei und schreiben dazu, wie groß Ihr Team ist und wie viel Kapazität Sie frei haben.

Was Montagepartner sonst mitbringen

Neben den vier Angaben erwarten wir eine Betriebshaftpflichtversicherung, eigenes Werkzeug und ein Fahrzeug. Auf dem Dach gilt Arbeitssicherheit ohne Abstriche: persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz und die dazu nötige Unterweisung. Fotos von der fertigen Montage gehören bei uns zu jedem Auftrag, für den Kunden und für die Abnahme.

Beim elektrischen Teil zieht das Recht eine klare Grenze. In Österreich ist die Elektrotechnik ein reglementiertes Gewerbe, in Deutschland darf an der Anlage nur ein Betrieb arbeiten, der im Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. AC-Anschluss, Inbetriebnahme und Netzanmeldung vergeben wir deshalb nur an Partner mit passender Berechtigung. Die Quellen dazu stehen im Artikel Normen für PV-Anlagen. Für die Schweiz haben wir die Regeln nicht ausgewertet. Dort klären wir das im Gespräch.

Der Ablauf bis zum ersten Auftrag

Der Weg hat drei Schritte:

  • Anfrage: Sie schicken uns die vier Angaben.
  • Gespräch: Wir melden uns innerhalb weniger Tage. Dabei klären wir Region, Aufgaben und Abrechnung. Die Vergütung richtet sich nach Modulen oder wird je Auftrag vereinbart.
  • Probeauftrag: Eine erste Montage in Ihrer Region. Danach planen wir weitere Aufträge mit Vorlauf.

Der Probeauftrag ist für beide Seiten ein Test. Sie sehen, wie unsere Unterlagen aussehen und ob das Material vollständig ankommt. Wir sehen, wie Sie arbeiten und dokumentieren.

Was Sie je Auftrag von uns bekommen

Jede Baustelle kommt mit denselben Unterlagen:

  • Belegungsplan und Stückliste
  • Dachart und Adresse der Baustelle
  • Liefertermin des Materials, das direkt zur Baustelle geht
  • einen festen Ansprechpartner bei Voltaik für Rückfragen während der Montage

Das Material kommt aus unserem Sortiment, also dieselben Unterkonstruktionen, Module, Wechselrichter und Speicher, die auch im Shop stehen. Sie müssen nichts selbst besorgen und keine Teile suchen. Was zur jeweiligen Dachart passt und welche Grenzwerte die Haken haben, steht im Artikel Unterkonstruktion je Dachart.

Warum der Belegungsplan verbindlich ist

Ein Belegungsplan sieht aus wie eine Skizze. In Wahrheit hängt an ihm die Strangaufteilung, und an der hängt, ob der Wechselrichter überhaupt anläuft. Ein Fall aus unseren eigenen Planungen zeigt das. Ein Kunde wollte 19 Module: 16 auf zwei Gauben, 3 auf dem Hauptdach mit anderer Ausrichtung, dazu einen Sigenergy-Speicher. Die drei Module als eigener Strang hätten bei 70 Grad Zelltemperatur 95,8 Volt geliefert. Der Energy Controller beginnt erst bei 160 Volt. Auf dem Papier sah die Aufteilung ordentlich aus, am Dach wäre dieser Strang nie angelaufen. Gelöst haben wir es mit Optimierern auf den drei Modulen.

Für Sie als Montagepartner heißt das: Wenn vor Ort ein Modul nicht dorthin passt, wo der Plan es vorsieht, rufen Sie Ihren Ansprechpartner an, bevor Sie umplanen. Schon ein Modul mehr oder weniger in einem Strang kann die Spannung aus dem zulässigen Bereich schieben. Wie wir das rechnen, zeigt der Artikel Strings auslegen. Ähnliches gilt für den Zählerschrank: Unser Richtwert für die AC-Seite liegt bei vier Stunden, bei einer Anlage wurden daraus 14 Stunden an drei Terminen. Ein Foto vom Zählerschrank vor dem Termin spart solche Überraschungen. Worauf es dort ankommt, beschreibt der Artikel Zählerschrank.

Häufige Fragen

Muss ich alle Aufgaben übernehmen, um Montagepartner zu werden?

Nein. Viele Partner montieren nur Unterkonstruktion und Module. Den elektrischen Teil vergeben wir dann an einen Betrieb mit passender Berechtigung.

Wie schnell bekomme ich eine Antwort auf meine Anfrage?

Wir melden uns innerhalb weniger Tage. Im ersten Gespräch klären wir Region, Aufgaben und Abrechnung.

Kann ich auch aus der Schweiz Montagepartner werden?

Ja, das Netzwerk umfasst Österreich, Deutschland und die Schweiz. Welche Berechtigungen dort für den elektrischen Teil gelten, klären wir im Gespräch.