Wer im Sommer eine PV-Anlage in Betrieb nimmt, ist im ersten Winter oft überrascht: Die App zeigt an manchen Tagen kaum Ertrag. Das ist kein Defekt. Von November bis Februar steht die Sonne tief, die Tage sind kurz und oft bewölkt. In Mitteleuropa entfällt auf diese vier Monate zusammen nur ein kleiner Teil des Jahresertrags, der Dezember ist der schwächste Monat. Trotzdem lohnt sich ein genauer Blick, denn der Winterstrom ist besonders wertvoll: Er ersetzt teuren Netzstrom in der Zeit, in der Sie am meisten verbrauchen.
Kälte ist gut für Solarmodule. Ihr Wirkungsgrad steigt, je kühler die Zellen sind. An einem klaren, kalten Wintertag erreicht eine Anlage deshalb kurzzeitig oft eine hohe Leistung. Liegt Schnee in der Umgebung, reflektiert er zusätzliches Licht. Davon profitieren bifaziale Module, die auch über die Rückseite Strom erzeugen, etwa das AIKO Solarmodul 480 Wp, bifazial oder das Trina Solar Solarmodul 455 Wp, Glas-Glas. Glas-Glas-Module sind außerdem robust gegen Schneelast und Feuchtigkeit.

In den meisten Fällen nichts. Auf geneigten Dächern rutscht Schnee von den glatten Modulflächen meist nach wenigen Sonnenstunden ab. Steigen Sie für das Abkehren nicht aufs Dach: Die Absturzgefahr ist im Winter hoch, und Schaufeln oder harte Besen zerkratzen das Glas. Wichtiger ist, dass abrutschender Schnee niemanden gefährdet. Schneefanggitter über Eingängen schützen davor.
Bei einer neuen Anlage können Sie den Winterertrag schon in der Planung beeinflussen. Steilere Module fangen die tiefe Wintersonne besser ein und werfen Schnee schneller ab. Eine Südausrichtung bringt im Winter mehr als Ost-West. Wie viel Ihr Standort Monat für Monat liefert, berechnet das kostenlose Werkzeug PVGIS der Europäischen Kommission.
Im Winter gibt es selten Überschuss. Der Solarstrom fließt fast vollständig direkt in den Haushalt. Ein Speicher füllt sich an sonnigen Wintertagen trotzdem und hilft besonders in den Übergangsmonaten. Ein abgestimmtes System wie das Deye Komplettpaket mit SE-F12-Speicher bringt Module, Wechselrichter und Speicher aus einer Hand.
Heizen Sie mit einer Wärmepumpe, deckt die PV-Anlage im Winter einen Teil ihres Strombedarfs, am meisten an klaren Tagen um die Mittagszeit. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe wie die FoxAIR Blue Line 8 kW lässt sich so einstellen, dass sie bevorzugt dann Warmwasser bereitet, wenn die Sonne scheint. Damit der Wechselrichter weiß, wie viel Strom gerade im Haus gebraucht wird, misst ein Smart Meter am Netzanschluss, zum Beispiel der Huawei Smart Meter DTSU666-H.

In Österreich montieren wir oder ein Partner aus unserem Netzwerk, nach Kapazität. In Deutschland montieren Sie selbst oder mit einem Partner aus unserem Netzwerk. In Deutschland gilt der Nullsteuersatz für PV-Teile wie Module, Wechselrichter und Speicher, nicht für Wärmepumpen. Den aktuellen Preis jedes Produkts finden Sie im Shop.
Was kostet Ihre Anlage? Mit dem Richtpreis-Rechner sehen Sie in zwei Minuten einen Richtpreis für Material und Montage — unverbindlich, ohne Anmeldung.
Ja. Auch bei Bewölkung erzeugen die Module Strom, nur deutlich weniger als im Sommer. An klaren, kalten Tagen ist die Leistung oft erstaunlich hoch.
Meist nicht. Auf geneigten Dächern rutscht der Schnee nach kurzer Zeit ab. Steigen Sie nicht selbst aufs Dach und verwenden Sie keine harten Werkzeuge auf dem Glas.
Ein Speicher bringt seinen Nutzen vor allem von Frühjahr bis Herbst. Im Winter hilft er an sonnigen Tagen und verschiebt den Mittagsstrom in den Abend.
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