Haus mit Photovoltaikanlage auf dem Dach und Luft-Wärmepumpe an der Hauswand im Herbstlicht
BatteriespeicherEigenverbrauchEnergieeffizienzEnergiespeicherhausbauheizenNachhaltigkeitPhotovoltaikPhotovoltaikanlagePV-AnlagensanierungSolaranlagenSolarenergieSolarstromstromspeicherWärmepumpeWarmwasser

Photovoltaik und Wärmepumpe – die ideale Kombination für Ihr Zuhause

Im Juli produziert Ihre Photovoltaikanlage mehr Strom, als Sie brauchen – im Jänner braucht Ihre Wärmepumpe mehr Strom, als die Sonne liefert. Genau in diesem Widerspruch liegt der Schlüssel, ob die Kombination aus PV-Anlage und Wärmepumpe wirklich spart. Wer ihn kennt, plant richtig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wärmepumpe macht aus 1 kWh Strom rund 3 bis 4 kWh Wärme.
  • Der größte Solarstrom-Anteil geht in Warmwasser und Übergangszeit, nicht in den tiefen Winter.
  • Mit Überschusssteuerung (SG-Ready oder Energiemanager) läuft die Wärmepumpe dann, wenn die Sonne scheint.
  • Ein Batteriespeicher lohnt sich vor allem für den Abendbedarf – für die Heizung im Winter ersetzt er das Netz nicht.

Wie arbeitet eine Wärmepumpe mit Solarstrom?

Eine Wärmepumpe holt Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und hebt sie mit Strom auf Heiztemperatur. Das Verhältnis aus abgegebener Wärme und eingesetztem Strom heißt Jahresarbeitszahl (JAZ). Im Feldtest des Fraunhofer ISE erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden im Mittel eine JAZ von etwa 3 – aus einer Kilowattstunde Strom werden also rund drei Kilowattstunden Wärme. Kommt diese Kilowattstunde vom eigenen Dach statt aus dem Netz, wird jede davon deutlich günstiger.

Die ehrliche Rechnung: Sommer ist nicht Winter

Die PV-Anlage liefert von April bis September am meisten – die Heizung braucht von November bis Februar am meisten.

Deshalb deckt Solarstrom nie den ganzen Heizbedarf. Was er zuverlässig schafft:

  • Warmwasser das ganze Jahr – der Bedarf ist konstant, im Sommer fast vollständig solar.
  • Übergangszeit (März bis Mai, September bis Oktober) – mildes Wetter, schon viel Sonne.
  • Kühlen im Sommer, falls Ihre Wärmepumpe das kann – genau dann, wenn die Anlage am meisten liefert.

Wer das weiß, erwartet nicht zu viel – und legt die Anlage auf diese drei Punkte aus.

Vier Stellschrauben für mehr Eigenverbrauch

  1. Warmwasser mittags bereiten. Die Wärmepumpe heizt den Speicher zwischen 11 und 15 Uhr auf, statt nachts.
  2. Überschusssteuerung nutzen. Über SG-Ready oder einen Energiemanager bekommt die Wärmepumpe ein Signal, sobald Solarstrom übrig ist, und erhöht dann kurz die Temperatur. Voraussetzung ist ein Smartmeter, das den Netzbezug misst.
  3. Wärme speichern statt Strom. Ein Pufferspeicher oder die Fußbodenheizung selbst nimmt Wärme günstiger auf als eine Batterie Strom.
  4. Batterie für den Abend. Ein Batteriespeicher verschiebt Mittagsstrom in den Abend – gut für Haushalt und Warmwasser-Nachheizung, nicht für den Heizbedarf einer Winterwoche.

Welche Komponenten passen zusammen?

Damit die Steuerung funktioniert, müssen Wechselrichter, Zähler und Wärmepumpe miteinander sprechen können. In unserem Shop zeigt jede Produktseite im Abschnitt „Passt zu“, welche Geräte laut Hersteller kompatibel sind.

Checkliste für die Planung

  • Heizlast des Gebäudes (bestimmt die Wärmepumpen-Größe – nicht zu groß wählen)
  • Vorlauftemperatur: je niedriger, desto effizienter (Fußboden- oder Niedertemperatur-Heizkörper)
  • Dachfläche und Ausrichtung – Ost/West liefert länger über den Tag verteilt
  • SG-Ready-Eingang an der Wärmepumpe und passender Energiemanager
  • Platz für Pufferspeicher und gegebenenfalls Batterie
  • Spätere Erweiterungen: Wallbox, zweite Batterie

Wie groß sollte Ihre PV-Anlage für Haus und Wärmepumpe sein?

Zum PV-Richtpreis-Konfigurator →  ·  Persönliche Beratung anfragen

Häufige Fragen

Kann die Wärmepumpe nur mit Solarstrom heizen?
Nein. Im Winter reicht die Sonne nicht; der Rest kommt aus dem Netz. Solarstrom senkt vor allem die Kosten für Warmwasser und Übergangszeit.

Brauche ich unbedingt einen Batteriespeicher?
Nein. Für die Wärmepumpe ist ein Wärmespeicher meist wirkungsvoller. Die Batterie hilft beim Abendbedarf des Haushalts.

Was bedeutet SG-Ready?
Eine genormte Schnittstelle, über die ein Energiemanager der Wärmepumpe sagt: „Jetzt ist Strom übrig – heize auf Vorrat.“

Sollte ich PV und Wärmepumpe gemeinsam planen?
Ja, wenn beides kommt. Dann passen Anlagengröße, Zähler und Steuerung von Anfang an zusammen.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung genehmigt werden müssen.