Fronius Smart Meter TS 65A-3 für die Hutschiene im Zählerschrank
FroniusRatgeberSmart Meter

Fronius Smart Meter TS 65A-3: Anschluss und Verkabelung einfach erklärt

Ein Fronius-Wechselrichter mit Speicher soll den Solarstrom zuerst im Haus nutzen, dann die Batterie laden und erst den Rest einspeisen. Dafür muss er in jeder Sekunde wissen, wie viel Strom am Netzanschluss fließt. Diese Aufgabe übernimmt der Fronius Smart Meter TS 65A-3. In diesem Ratgeber zeigen wir, wo der Zähler sitzt, wie die Leitung zum Wechselrichter läuft und wie Sie ihn einrichten. Die Arbeiten im Zählerschrank führt immer eine Elektrofachkraft aus.

Wofür der Smart Meter da ist

Der TS 65A-3 ist ein dreiphasiger Zähler für die Hutschiene. Er misst direkt, das heißt, der Strom jeder Phase fließt durch den Zähler. Das ist bis 65 Ampere je Phase zulässig. Der Zähler meldet Bezug und Einspeisung über eine Datenleitung an den Wechselrichter. Mit diesen Werten regelt der Wechselrichter den Eigenverbrauch, lädt und entlädt den Speicher und hält eine Einspeisebegrenzung ein, wenn der Netzbetreiber sie verlangt. Ohne Zähler zeigt die Anlage nur die Erzeugung, nicht den Verbrauch im Haus.

Für Hausanschlüsse mit mehr als 65 Ampere je Phase gibt es Fronius-Zähler mit Stromwandlern. Klären Sie die Absicherung Ihres Hausanschlusses vor der Bestellung.

Der richtige Einbauort

Fronius kennt zwei Positionen. Am häufigsten ist der Einspeisepunkt: Der Smart Meter sitzt direkt nach dem Zähler des Netzbetreibers, zwischen Netz und Hausverteilung. Er misst dann alles, was Ihr Haus bezieht oder einspeist. Die zweite Position ist der Verbrauchspfad: Der Zähler misst nur den Verbrauch des Hauses. Diese Variante ist seltener und braucht im Wechselrichter eine andere Einstellung. Wichtig ist die Richtung: Netzseite und Hausseite dürfen nicht vertauscht werden, sonst rechnet der Wechselrichter Bezug als Einspeisung.

Fronius Symo GEN24 8.0 Plus Hybrid-Wechselrichter, an den der Smart Meter über Modbus angeschlossen wird

Die Datenleitung zum Wechselrichter

Zähler und Wechselrichter sprechen Modbus RTU über eine RS485-Leitung. Dafür reicht ein verdrilltes Adernpaar für die beiden Datenadern und eine Ader für die Bezugsmasse. Bewährt hat sich ein geschirmtes Datenkabel, zum Beispiel ein Netzwerkkabel ab CAT5. Verlegen Sie die Leitung möglichst getrennt von Starkstromleitungen. Beim Fronius Symo GEN24 8.0 Plus und beim Symo GEN24 5.0 Plus kommt die Leitung an die Modbus-Klemmen im Anschlussbereich. Die genaue Belegung steht in der Installationsanleitung des Wechselrichters und des Zählers.

Am Anfang und am Ende des Busses gehört ein Abschlusswiderstand. Beim GEN24 schalten Sie ihn am Wechselrichter zu, am Zähler setzen Sie ihn nach Anleitung. Ein fehlender oder doppelter Abschluss ist eine häufige Ursache für Aussetzer in der Kommunikation.

Einrichtung im GEN24

Nach dem Anschluss melden Sie sich an der Weboberfläche des Wechselrichters an. Unter den Komponenten fügen Sie einen Primärzähler hinzu, wählen den Fronius Smart Meter und stellen die Position ein, also Einspeisepunkt oder Verbrauchspfad. Der Zähler am Einspeisepunkt läuft üblicherweise mit der Modbus-Adresse 1. Danach zeigt die Oberfläche Bezug, Einspeisung und Hausverbrauch. Prüfen Sie den Wert gleich: Läuft eine starke Last wie ein Wasserkocher, muss der Bezug steigen. Steigt stattdessen die Einspeisung, ist die Richtung vertauscht.

Fronius Reserva Pro Batteriemodul, dessen Laden und Entladen der Wechselrichter mit den Werten des Smart Meters steuert

Mit Speicher erst richtig wichtig

Mit einem Speicher entscheidet der Smart Meter über jede Lade- und Entladeleistung. Ein Speicher wie die Fronius Reserva Pro mit 3,98-kWh-Modulen und dem Reserva Pro Control Modul entlädt sich nur dann ins Haus, wenn der Zähler Bezug meldet. Misst der Zähler falsch, lädt der Speicher aus dem Netz oder speist Batteriestrom ein. Für einphasige Anschlüsse gibt es den Fronius Primo GEN24 5.0 Plus. Auch er braucht einen Zähler am Netzanschluss.

Typische Fehler

  • Kein Zähler gefunden: Datenadern vertauscht, falsche Modbus-Adresse oder Abschlusswiderstand fehlt.
  • Werte springen oder fehlen zeitweise: ungeschirmte Leitung neben Starkstrom, doppelter Abschluss oder lose Klemme.
  • Bezug und Einspeisung vertauscht: Netzseite und Hausseite am Zähler vertauscht oder falsche Position im Wechselrichter.
  • Hausverbrauch zu niedrig: eine Phase nicht durch den Zähler geführt oder Phasenfolge falsch.

Österreich und Deutschland

In Österreich montieren wir oder ein Partner aus unserem Netzwerk, nach Kapazität. In Deutschland montieren Sie selbst oder mit einem Partner aus unserem Netzwerk, die Arbeiten am Zählerschrank führt eine Elektrofachkraft aus. In beiden Ländern melden Sie die PV-Anlage beim Netzbetreiber an. In Deutschland gilt der Nullsteuersatz für PV-Teile wie Module, Wechselrichter und Speicher.Den aktuellen Preis finden Sie jeweils im Shop.

Was kostet Ihre Anlage? Mit dem Richtpreis-Rechner sehen Sie in zwei Minuten einen Richtpreis für Material und Montage — unverbindlich, ohne Anmeldung.

Zum Richtpreis-Rechner

Häufige Fragen

Brauche ich für einen Fronius GEN24 zwingend einen Smart Meter?

Für den Betrieb mit Speicher, für die Eigenverbrauchsregelung und für eine Einspeisebegrenzung ja. Ohne Zähler kennt der Wechselrichter den Verbrauch im Haus nicht.

Welches Kabel nehme ich für die Modbus-Leitung?

Ein verdrilltes, möglichst geschirmtes Datenkabel, zum Beispiel ein Netzwerkkabel ab CAT5. Ein Adernpaar führt die Daten, eine weitere Ader die Bezugsmasse.

Woran erkenne ich, dass der Smart Meter falsch herum eingebaut ist?

Schalten Sie eine große Last ein. Steigt in der Weboberfläche die Einspeisung statt des Bezugs, sind Netz- und Hausseite vertauscht oder die Position im Wechselrichter ist falsch eingestellt.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung genehmigt werden müssen.

Persönlich für Sie da

Fragen zu Ihrem Projekt?

Besprechen Sie mit uns, welche technischen Voraussetzungen für Ihre Anlage gelten.