Voltaik Batteriespeicher-Nachrüstsatz mit Notstrom für eine bestehende PV-Anlage
PhotovoltaikRatgeberStromspeicher

Batteriespeicher für Photovoltaik: Die richtige Größe in kWh bestimmen

Ein Batteriespeicher hebt den Eigenverbrauch Ihrer PV-Anlage deutlich an. Der Solarstrom vom Mittag versorgt dann auch am Abend und in der Nacht Ihr Haus. Doch welche Kapazität ist die richtige? Ein zu kleiner Speicher ist schon um neun Uhr abends leer. Ein zu großer Speicher wird an vielen Tagen nicht voll und bindet Kapital, das sich nicht rechnet. In diesem Ratgeber zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie die passende Größe in Kilowattstunden bestimmen.

Warum die Größe entscheidet

Ein Speicher nützt nur, wenn er tagsüber voll wird und abends leer läuft. Jede Kilowattstunde, die ungenutzt im Speicher bleibt, bringt keinen Ertrag. Die Kapazität muss also zu zwei Größen passen: zu Ihrem Verbrauch nach Sonnenuntergang und zum Überschuss, den Ihre PV-Anlage am Tag liefert. Ist eine der beiden Größen klein, begrenzt sie den Nutzen des Speichers.

Schritt 1: Abend- und Nachtverbrauch ermitteln

Der wichtigste Wert ist Ihr Verbrauch zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Viele Netzbetreiber zeigen im Kundenportal die Werte Ihres Smart Meters im Viertelstundentakt. Addieren Sie den Verbrauch von etwa 18 Uhr bis 7 Uhr an einigen typischen Tagen. Liegen keine Messwerte vor, hilft eine Schätzung: In vielen Haushalten fällt rund die Hälfte bis zwei Drittel des Tagesverbrauchs am Abend und in der Nacht an. Bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh sind das etwa 11 kWh pro Tag, davon 6 bis 7 kWh nach Sonnenuntergang.

Deye SE-F12-C Niedervolt-Batteriespeicher mit 11,8 kWh für Haushalte mit hohem Abendverbrauch

Schritt 2: Mit der PV-Leistung abgleichen

Eine bewährte Faustregel lautet: etwa 1 kWh Speicher je kWp PV-Leistung. Eine Anlage mit 8 kWp passt also meist zu einem Speicher mit 6 bis 10 kWh. Liegt Ihr Abendverbrauch deutlich darunter, wählen Sie die kleinere Größe. Ein Speicher, der größer ist als der Verbrauch einer Nacht, bleibt morgens teilweise voll und kann den neuen Solarstrom nicht aufnehmen. Liegt der Abendverbrauch darüber, etwa durch eine Wärmepumpe oder ein E-Auto, darf der Speicher größer sein, wenn die PV-Anlage genug Überschuss liefert.

Schritt 3: Winter und Sommer unterscheiden

Im Sommer wird fast jeder Speicher voll. Von November bis Februar reicht der Überschuss oft nur für einen Teil der Kapazität. Bemessen Sie den Speicher deshalb nach den Monaten von März bis Oktober. Ein Speicher, der nur im Hochsommer voll genutzt wird, ist meist zu groß.

Schritt 4: Notstrom und Erweiterung einplanen

Soll der Speicher bei Stromausfall das Haus versorgen, rechnen Sie eine Reserve ein. Im Wechselrichter legen Sie fest, wie viel Kapazität für den Notfall frei bleibt. Wichtig ist auch die spätere Erweiterung. Modulare Speicher wachsen mit, wenn ein E-Auto oder eine Wärmepumpe dazukommt. Der GoodWe Lynx D mit 5 kWh je Modul lässt sich zum Beispiel stapeln. Für eine bestehende Anlage gibt es den Voltaik Batteriespeicher-Nachrüstsatz mit Notstrom in mehreren Größen.

GoodWe Lynx D Hochvolt-Batteriemodul mit 5 kWh, stapelbar für eine spätere Erweiterung

Drei typische Größen

Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Speicher und Wechselrichter zusammenpassen. Niedervolt-Speicher brauchen einen Niedervolt-Wechselrichter, Hochvolt-Speicher einen Hochvolt-Wechselrichter.

Österreich und Deutschland

In Österreich montieren wir oder ein Partner aus unserem Netzwerk, nach Kapazität. In Deutschland montieren Sie selbst oder mit einem Partner aus unserem Netzwerk, den elektrischen Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft. In Deutschland gilt der Nullsteuersatz für PV-Teile wie Module, Wechselrichter und Speicher. Ob es für Ihren Speicher eine Förderung gibt, prüfen Sie vor dem Kauf bei Land oder Gemeinde. Den aktuellen Preis finden Sie jeweils im Shop.

Was kostet Ihre Anlage? Mit dem Richtpreis-Rechner sehen Sie in zwei Minuten einen Richtpreis für Material und Montage — unverbindlich, ohne Anmeldung.

Zum Richtpreis-Rechner

Häufige Fragen

Wie viel kWh Speicher brauche ich für ein Einfamilienhaus?

Für viele Familienhäuser mit 4.000 bis 6.000 kWh Jahresverbrauch passen 8 bis 12 kWh. Entscheidend ist Ihr Verbrauch zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang.

Ist ein größerer Speicher immer besser?

Nein. Ein Speicher, der an den meisten Tagen nicht voll wird oder morgens noch geladen ist, bringt für die zusätzlichen Kilowattstunden kaum Nutzen.

Kann ich den Speicher später erweitern?

Bei modularen Speichern ja, solange Wechselrichter und Batteriemanagement die größere Kapazität unterstützen. Planen Sie eine Erweiterung am besten schon beim Kauf ein.

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung genehmigt werden müssen.

Persönlich für Sie da

Fragen zu Ihrem Projekt?

Besprechen Sie mit uns, welche technischen Voraussetzungen für Ihre Anlage gelten.