Ein Balkonkraftwerk ist der einfachste Einstieg in die Photovoltaik. Zwei Module, eine Halterung und ein Wechselrichter genügen, und Ihr Balkon erzeugt eigenen Strom. Der Strom fällt aber vor allem zu Mittag an. Sind Sie dann nicht zu Hause, fließt ein Teil davon ungenutzt ins Netz. Ein Speicher soll das ändern. Doch lohnt sich ein Akku bei einer so kleinen Anlage? In diesem Ratgeber zeigen wir, wann ja und wann nein.
Ihr Haushalt braucht auch tagsüber Strom, etwa für Kühlschrank, Router und Geräte im Standby. Diese Grundlast liegt in vielen Wohnungen bei 100 bis 200 Watt. Liefert das Balkonkraftwerk mittags mehr, geht der Überschuss ins Netz. Dafür bekommen Sie meist nichts oder nur wenig. Ein Speicher nimmt den Überschuss auf und gibt ihn am Abend ab, wenn Sie kochen, waschen oder fernsehen.
Der Speicher sitzt zwischen Modulen und Steckdose oder direkt am Wechselrichter. Er lädt, solange die Module mehr liefern, als der Haushalt verbraucht. Am Abend speist er die gespeicherte Energie wieder ein. Die Abgabe an das Hausnetz bleibt dabei auf die erlaubte Leistung begrenzt. Ein Speicher mit 1 bis 2 kWh passt meist gut zu einem Balkonkraftwerk mit zwei Modulen.
Der Speicher rechnet sich, wenn er an vielen Tagen voll wird und abends leer läuft. Das ist der Fall, wenn Sie tagsüber außer Haus sind und Ihr Balkon gut nach Süden, Osten oder Westen ausgerichtet ist. Sind Sie dagegen viel zu Hause, verbrauchen Sie den Strom ohnehin direkt. Dann bringt ein Speicher wenig. Auch im Winter liefert ein Balkonkraftwerk kaum Überschuss. Rechnen Sie deshalb mit den Monaten von März bis Oktober. Vergleichen Sie den Preis des Speichers mit dem Strom, den er pro Jahr zusätzlich nutzbar macht. Liegt die Amortisation über der erwarteten Lebensdauer, lassen Sie den Speicher weg.
In beiden Ländern gilt für Balkonkraftwerke eine Grenze von 800 Watt Wechselrichterleistung. In Österreich melden Sie die Anlage vor der Inbetriebnahme bei Ihrem Netzbetreiber. In Deutschland tragen Sie die Anlage im Marktstammdatenregister ein. In Deutschland gilt der Nullsteuersatz für PV-Teile wie Module, Wechselrichter und Speicher. Ob es eine Förderung gibt, prüfen Sie vor dem Kauf bei Land oder Gemeinde. Den aktuellen Preis finden Sie jeweils im Shop.
Haben Sie ein eigenes Dach, ist eine größere PV-Anlage mit Speicher meist wirtschaftlicher als mehrere Balkonkraftwerke. Für eine bestehende Anlage gibt es zum Beispiel den Voltaik Batteriespeicher-Nachrüstsatz mit Notstrom. In Österreich montieren wir oder ein Partner aus unserem Netzwerk, nach Kapazität. In Deutschland montieren Sie selbst oder mit einem Partner aus unserem Netzwerk, den elektrischen Anschluss übernimmt eine Elektrofachkraft.
Was kostet Ihre Anlage? Mit dem Richtpreis-Rechner sehen Sie in zwei Minuten einen Richtpreis für Material und Montage — unverbindlich, ohne Anmeldung.
Bei zwei Modulen passen meist 1 bis 2 kWh. Ein größerer Speicher wird an vielen Tagen nicht voll.
Meist nicht. Dann verbrauchen Sie den Strom des Balkonkraftwerks direkt, und der Speicher bleibt oft leer.
Ja. In Österreich melden Sie es beim Netzbetreiber, in Deutschland im Marktstammdatenregister.
Persönlich für Sie da
Besprechen Sie mit uns, welche technischen Voraussetzungen für Ihre Anlage gelten.
!
Kostenlose Beratung zu Ihrer PV-Anlage
Sagen Sie uns kurz, was Sie planen — wir melden uns persönlich.